| Veranstaltung: | Wahlprogramm für Steglitz-Zehlendorf 2026 |
|---|---|
| Antragsteller*in: | Kreisvorstand (dort beschlossen am: 12.02.2026) |
| Status: | Eingereicht |
| Eingereicht: | 16.02.2026, 15:51 |
| Themenbereich: | 13. Krisen- und Katastrophenschutz |
K13: 13. Krisen- und Katastrophenschutz
Kapiteltext
Resilienz stärken, Sicherheit schaffen
Wir wollen einen Bezirk, der gemeinsam mit seiner Bevölkerung resilient für
Krisen und Zwischenfälle ist. Die letzten Jahre haben gezeigt: Steglitz-
Zehlendorf ist nicht nur von Großbränden oder Bombenentschärfungen betroffen,
sondern auch von gezielten Anschlägen und technischen Katastrophen. Der
mehrtägige Stromausfall im Januar 2026 hat 100.000 Menschen getroffen – mit
dramatischen Folgen für Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen, Hospize und
Privatpersonen. Die Krise hat gezeigt: Steglitz-Zehlendorf ist gut im
Krisenmanagement, aber wir müssen uns alle noch besser vorbereiten.
Klarer Krisenstab, schnelle Entscheidungen
Der Stromausfall hat deutlich gemacht, dass der Bezirk aufgrund des Ausmaßes in
den ersten Tagen zu wenig Unterstützung von der Landesebene erhielt. Das darf
sich nicht wiederholen. Wir setzen uns für eine engere Abstimmung und
regelmäßige Katastrophenschutzübungen ein, damit Senat und Bezirk im Ernstfall
nahtlos zusammenarbeiten. Die Verstärkung des bezirklichen Katastrophenschutzes
auf zwei Stellen ist ein wichtiger Schritt – anschließend müssen detaillierte
Pläne für verschiedene Krisenszenarien entwickelt werden.
Notfallinfrastruktur für alle
Im Krisenfall braucht es klare Anlaufstellen und schnelle Hilfe. Wir setzen uns
für mehr „Leuchttürme“ ein – nicht nur in Rathäusern, sondern auch in Schulen,
Kirchen und sozialen Einrichtungen. Diese Leuchttürme sollen umfassender gedacht
und beispielsweise auch mit Strom, Wärme, Verpflegung und Kommunikation
ausgestattet sein. Die Kommunikation muss im Krisenfall durch eine gesonderte
Stromversorgung für die mobilen Netze abgesichert und breit aufgestellt sein:
mit Push-Nachrichten, WhatsApp-Kanälen durch das Bezirksamt, regelmäßige
Pressekonferenzen, und auch Ansagen über den Rundfunk mit Hinweisen zu
Unterstützungsangeboten und Verhalten. Damit alle wissen, wo Hilfe zu finden
ist.
Prävention und Vorsorge stärken
Prävention ist der beste Katastrophenschutz. Deshalb müssen über Land und Bund
Notstromaggregate für die Infrastruktur bereitgestellt werden und bei allen
wichtigen Einrichtungen Anschlussmöglichkeiten für diese vorhanden sein. Wir
setzen uns auf Landesebene dafür ein, dass Einsatzkräfte ausreichend Material
und Funkgeräte erhalten, um im Notfall handlungsfähig zu bleiben. Dabei ist es
wichtig, dass Datenschutz im Krisenfall nicht zur Barriere wird: Rettungskräfte
müssen schnell auf relevante Informationen zugreifen können, um besonders
schutzbedürftige Menschen zu erreichen.
Nachbarschaft und Solidarität fördern
Die Solidarität in unserem Bezirk ist beeindruckend. Diese wollen wir durch
regelmäßige Übungen und Informationsveranstaltungen weiter stärken. Jeder
Haushalt soll wissen, wie er sich vorbereiten kann und wo im Notfall Hilfe zu
finden ist. Der Bezirk wird die Informationen des Bundesamts für
Katastrophenschutz gezielter bewerben und so die Eigenvorsorge unterstützen.
Ebenso sollte an Schulen, Jugend- und Senioreneinrichtungen auf das Verhalten im
Krisenfall hingewiesen werden.
Steglitz-Zehlendorf hat die letzte Krise gut gemeistert – dank engagierter
Bürger*innen, Einsatzkräften und einer handlungsfähigen Bezirksregierung. Doch
wir wollen noch resilienter werden. Mit klaren Strukturen, moderner
Infrastruktur und einer Kultur der Vorsorge schaffen wir einen Bezirk, der nicht
nur Krisen bewältigt, sondern sie künftig noch besser verhindert. Denn
Sicherheit ist Teamarbeit.
Änderungsanträge
- Ä1 (Grüne Jugend Steglitz-Zehlendorf (dort beschlossen am: 25.02.2026), Eingereicht)