| Kapitel: | 5. Ein Bezirk für alle Generationen |
|---|---|
| Antragsteller*in: | Grüne Jugend Steglitz-Zehlendorf (dort beschlossen am: 25.02.2026) |
| Status: | Geprüft |
| Eingereicht: | 04.03.2026, 12:43 |
Ä7 zu K5: 5. Ein Bezirk für alle Generationen
Kapiteltitel
Ändern in:
5. Sozialer Bezirk für alle Generationen
Kapiteltext
Lebensqualität generationenübergreifend denken
Unsere Vision ist ein lebenswerter Bezirk für alle Generationen. Wir wollen gute Lebensbedingungen ermöglichen und erhalten, um den Bezirk attraktiv zu gestalten - für Jung und Alt sowie für Familien.
Alle Menschen müssen gleichberechtigt am gesellschaftlichen Leben teilhaben können. So wird die Lebensqualität verbessert und Einsamkeit verhindert.
Wir setzen auf aufenthaltsfreundliche Orte im Öffentlichen Raum, an die alle Menschen gerne gehen, auch ohne Geld ausgeben zu müssen.
Das von uns initiierte berlinweit erste Familienbüro im Bezirk hat sich bewährt und ist eine wichtige Anlaufstelle für Beratung, Orientierung und Unterstützung im Familienalltag. Wir wollen Familienbüros an mehreren Standorten – auch mobil – um den ganzen Bezirk zu erreichen.
Wir arbeiten außerdem daran, dass unser Bezirk Teil der WHO-Initiative „Age-Friendly City“ wird. Diese unterstützt Städte dabei, die Lebensbedingungen
altersgerecht, inklusiv und generationenfreundlich zu gestalten. Dies kommt
nicht nur älteren Menschen, sondern letztendlich allen zugute.
Orte des Aufenthalts und der Begegnung für alle
Wir schaffen lebenswerte Kieze mit sozialen Begegnungsorten und Räumen für den Generationenaustausch – etwa Freizeiteinrichtungen für Jung und Alt, Bürger*innen-Cafés, Nachbarschaftszentren und Mehrgenerationenhäuser sowie Begegnungsräume in Senior*inneneinrichtungen, Bibliotheken und bei Nachbarschaftsfesten. Auch Möglichkeiten für ehrenamtliches Engagement für alle Generationen sind besonders bedeutsam für soziale Teilhabe und Selbstwirksamkeit.
Wir schaffen mehr Jugendtreffs und unterstützen kulturelle Veranstaltungen, Clubs oder Bars, die in anderen Bezirken bereits selbstverständlich sind. Wir befürworten eine Öffnung der Schulhöfe auch nachmittags und am Wochenende. Wir möchten, dass Kinder und Jugendliche auch die Möglichkeit erhalten, an einzelnen Veranstaltungen der Jugendfreizeiteinrichtungen digital teilzunehmen.
Das Familienzentrum an der Mercator-Grundschule werden wir erhalten und Angebote wie diese weiter ausbauen, um Familien gezielt zu entlasten.
Kinder brauchen sicheren Platz zum Spielen, Familien Orte zum Zusammenkommen. Deshalb fördern wir zusätzliche wettergeschützte Spiel- und Begegnungsorte wie Indoor- und Winterspielplätze sowie familienfreundliche Cafés.
Wir werden fünf kommunalen Kantinen im Bezirk schaffen, als Angebot für günstiges, gesundes Essen an einem Ort, an dem sich Menschen aller Generationen begegnen können.
Miteinander leben und lernen
Ebenso wichtig sind offene Lernorte wie Musikschulen und Stadtbibliotheken. Dazu gehören auch Projekte wie Urban Gardening, also die gemeinschaftliche Pflege und Gestaltung öffentlicher Grünflächen. Aber auch Co-Housing oder Co-Working fördern generationenübergreifende Begegnung und unterstützen Menschen in unterschiedlichen Lebenssituationen.
Unterschiedliche Lebensrealitäten der Generationen bieten Chancen für gegenseitiges Lernen, Solidarität und ein lebendiges Miteinander.
Keine Angsträume im Bezirk
Wir wollen das Wohlbefinden und das Sicherheitsgefühl im öffentlichen Raum verbessern.
Öffentliche Räume werden bei Dunkelheit aufgrund unzureichender Straßenbeleuchtung zu häufig als Angsträume wahrgenommen und daher gemieden. Wir setzen uns daher für gut beleuchtete und sichere Wege ein. Kurze Wege, ein lebendiger Kiez und Angebote vor Ort bedeuten nicht nur mehr Lebensqualität, sondern auch mehr Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer*innen.